#AUSSENDUNG Hochwasserschutz – der Natur Raum zurückgeben

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GR DI Elias Molitschnig plädiert für nachhaltiges Handeln bei der Umsetzung von Hochwasserschutzprojekten. Die Intention muss sein, der Natur mit Respekt zu begegnen, ihr Raum zurückzugeben und keine weiteren Bauprojekte in diesen Zonen zuzulassen.

(Klagenfurt 22.11.2019) – „Die aktuellen Unwetterkatastrophen im Land sind eine wiederholte Mahnung an uns, die Stadtentwicklung an die Gegebenheiten der Natur anzupassen und nicht umgekehrt“, gibt GR Elias Molitschnig zu Bedenken „Im konkreten Fall reden wir von den Hochwasserschutzmaßnahmen die an der Glanfurt – zwischen Waidmannsdorf und Viktring geplant sind sind und wo auch bereits die Machbarkeit geprüft wird. Darum ist jetzt der richtige Zeitpunkt um die Richtung, in die das Projekt gehen soll, vorzugeben und da geht es um nichts Geringeres als um die Grundsatzentscheidung, den Naherholungsraum und damit die Lebensqualität der KlagenfurtInnen langfristig zu sichern.“

„Die Städteplanung, die nur aus der Sicht von Bebauung denkt, ist ein Modell der Vergangenheit, dafür ist eine Stadt ein viel zu komplexes Gebilde. Ausgehend von den Frei- und Zwischenräumen - Plätze, Gewässer (fließendes und stehendes), Grünflächen, etc. - kann und muss eine Stadt um sie herum geplant werden“, führt Molitschnig weiter aus und fügt hinzu: „Dort wo es notwendig ist, müssen wir den Elementen der Natur wieder den Platz zurückgeben, den wir ihnen aufgrund falscher Paradigmen in der Vergangenheit genommen haben.“

DI Elias Molitschnig skizziert folgende Leitideen für das Hochwasserschutzprojekt Glanfurt:

  • langfristige Absicherung des Naherholungsraums
  • genug Retentionsflächen im Falle des Hochwassers schaffen
  • der Natur die Möglichkeit geben, höhere Biodiversität zu entwickeln
  • den Naherholungsaspekt in dem Gebiet erhöhen
  • dem Baulanddruck entgegenwirken = Freiräume vor ausufernder Verbauung schützen

Und er gibt damit der Erhaltung und laufenden Verbesserung der hochwertigen Lebensqualität Klagenfurts die höchste Priorität.

„Von der Idee den rein technischen Hochwasserschutz als das Allheilmittel zu verstehen müssen wir uns genauso verabschieden, wie von der Hoffnung, dass das Projekt die Grundwassersituation in Waidmannsdorf/Universität, die im Grundwasserströmungsmodell ersichtlich ist, verbessern wird. Uns Grünen geht es grundsätzlich darum, den Naherholungsraum Glanfurt (Sattnitz) vor weiterer Verbauung zu schützen“, so der Grüne Gemeinderat abschließend.

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